Vielleicht hast du den Begriff schon einmal gehört, ohne so richtig zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Simpson Protokoll klingt erstmal technisch, fast ein bisschen nach Behörde oder Labor. Dabei geht es um etwas sehr Persönliches: um eine Methode der Hypnose, die anders arbeitet als das, was du vielleicht aus dem Fernsehen kennst. Bevor ich dir erkläre, was das Simpson Protokoll ausmacht, lohnt sich ein Blick auf das Problem, das es lösen will.
Warum klassische Ansätze oft an ihre Grenzen stoßen
Stell dir vor, du hast schon einiges ausprobiert. Diäten, Sport, gute Vorsätze, vielleicht sogar klassische Entspannungsübungen. Für eine Weile hat es funktioniert, aber irgendwann war das alte Muster wieder da. Das liegt selten an fehlender Disziplin. Es liegt daran, dass viele Ansätze auf der bewussten Ebene ansetzen, dort, wo wir nachdenken, planen und uns vornehmen. Nur steuert unser Bewusstsein tatsächlich einen sehr kleinen Teil unseres Verhaltens. Der weitaus größere Teil läuft automatisiert im Unterbewusstsein ab – in Routinen, die sich über Jahre eingeschliffen haben. Wenn man also nur mit dem Kopf gegen ein Muster ankämpft, das im Unterbewusstsein verankert ist, ist das ein bisschen so, als würde man versuchen, mit der Fernbedienung ein Gerät zu steuern, dessen Batterien woanders eingebaut sind. Die Signale kommen einfach nicht dort an, wo sie wirken müssten.
Das Kernbild: eine direkte Leitung statt eines Umwegs
Hier setzt das Simpson Protokoll an, und genau das macht es so besonders. Klassische Hypnose arbeitet häufig mit Suggestionen, die der Hypnotiseur oder die Hypnotiseurin vorgibt. Das Simpson Protokoll geht einen anderen Weg: Es sucht einen direkten Zugang zu dem Teil in dir, der die Lösung bereits kennt – manchmal auch Überbewusstsein genannt. Du kannst dir das vorstellen wie eine direkte Standleitung, statt einer Nachricht, die über mehrere Stationen weitergereicht und dabei immer wieder gefiltert wird. Anstatt dir also von außen zu sagen, was du fühlen oder tun sollst, wird gefragt, was in dir bereits an Wissen und Lösungen vorhanden ist. Entwickelt wurde diese Methode von der kanadischen Hypnotiseurin Ines Simpson, die über viele Jahre mit sehr tiefen Hypnosezuständen gearbeitet hat und daraus ein Protokoll entwickelte, das genau diesen direkten Draht ermöglicht.
Wie läuft eine Sitzung ungefähr ab?
Am Anfang steht immer ein Vorgespräch, in dem alle offenen Fragen geklärt werden – so, wie es bei mir auch das kostenlose Vorgespräch von etwa 30 Minuten gibt. Danach folgt die eigentliche Hypnose, bei der du zunächst in einen sehr entspannten, konzentrierten Zustand geführt wirst. In diesem Zustand wird über einfache Signale kommuniziert, häufig über kleine Fingerbewegungen als Antwort auf Ja- oder Nein-Fragen. Das klingt zunächst ungewohnt, hat aber einen guten Grund: Auf diese Weise kann dein Unterbewusstsein direkt antworten, ohne dass der wache, oft kritisch-zweifelnde Verstand dazwischenfunkt. Die Themen werden dabei behutsam bearbeitet, ganz individuell auf dich abgestimmt.
Die Sorge um Kontrolle – und warum sie unbegründet ist
Wenn ich mit Interessentinnen spreche, kommt fast immer dieselbe Frage: Verliere ich dabei die Kontrolle? Diese Sorge ist völlig verständlich, gerade wenn man Hypnose nur aus Bühnenshows kennt. Doch die Realität sieht anders aus. Du bist während der gesamten Sitzung präsent und ansprechbar. Du schläfst nicht, du gibst kein Kommando ab, dass du nicht auch bewusst mittragen würdest. Dein Verstand bleibt sozusagen im Hintergrund geparkt und beobachtet das Geschehen, kann aber jederzeit eingreifen, wenn etwas nicht stimmig für dich ist. Gerade beim Simpson Protokoll ist das noch deutlicher spürbar als bei anderen Methoden, weil du über die Fingersignale aktiv mit einbezogen wirst und den Prozess mitgestaltest, statt ihn nur über dich ergehen zu lassen.
Für welche Themen eignet sich das Simpson Protokoll?
Diese Methode lässt sich sehr flexibel einsetzen, weil sie nicht an ein einzelnes Thema gebunden ist, sondern dort ansetzt, wo die eigentliche Ursache liegt – unabhängig davon, ob es sich um Ängste, Gewohnheiten beim Essen oder andere Verhaltensmuster handelt. Typische Anwendungsbereiche sind zum Beispiel:
- Abnehmen und ein verändertes Essverhalten
- Ängste jeder Art, etwa Prüfungsangst oder Flugangst
- Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen
- Stressbewältigung im Alltag
- der Wunsch nach mehr innerer Ruhe und Klarheit
Was du realistisch erwarten kannst
Ich möchte an dieser Stelle ehrlich sein: Es gibt keine Erfolgsgarantie, und das würde auch nicht zu einer seriösen Arbeitsweise passen. Was ich dir aber sagen kann, ist, dass viele Klientinnen und Klienten bereits nach wenigen Sitzungen spürbare Veränderungen wahrnehmen. Bei mir arbeite ich mit dem Simpson Protokoll grundsätzlich im 3er-Block, weil Veränderung Zeit und Raum braucht, um sich zu setzen und dauerhaft im Alltag zu verankern.
Ein erster Schritt ohne Verpflichtung
Wenn dich das Thema neugierig gemacht hat, musst du nicht gleich alles verstehen oder dir sicher sein. Genau dafür gibt es das kostenlose Vorgespräch: um in Ruhe alle Fragen zu klären, die Methode besser kennenzulernen und für dich herauszufinden, ob sie zu deinem Thema passt. Du musst diesen Weg nicht allein gehen – und du entscheidest jederzeit selbst, wie weit du gehen möchtest.
